Shushukan Budo

„Shushukan Budo“ ist aus der Praxis des Trainings und Unterrichts der Kampfkünste entstanden. Deren Ideen und Konzepte von Bewegung leben von einem organischen Pragmatismus. Diesen Pragmatismus gilt es mit dem ganzen Körper zu erleben. Das ist das Ziel des Shushukan Budo. 

Selbstverteidigung, Wettkampf oder Selbstoptimierung sind die Ziele, die heute für das Training der japanischen Kampfkünste definiert werden. Für diese Ziele werden jedoch oft „fachfremde“ Disziplinen wie der Leistungssport oder eine eurozentrisch geprägte Spiritualität bedient. In diesem Zuge verschieben sich die Bedeutungssphären: Dem Wettkampf wird z.B. eine transzendente Wirkmacht zugeschrieben, während die Selbstverteidigung wiederum nach leistungssportlichen Gesichtspunkten vermittelt wird.

Rouven Haberkorn (l.) und Stephan Yamamoto

Die Kampfkünste bauen zuerst jedoch auf Bewegungen des menschlichen Körpers auf. Deren überlieferte Formen liegen Ideen und Konzepte zugrunde, aus denen sich die Lehrgebäude der verschiedenen Schulen zusammensetzen. Dort findet sich zunächst nichts von orientalisiertem oder sportmethodischem Gedankengut, sondern ein organischer Pragmatismus mittels dessen sich die o.g. Ziele realistischer umsetzen ließen. Diesen Pragmatismus gilt es einzufangen und in den Körper einzuschreiben. Aus diesem Grund haben Rouven Haberkorn und Stephan Yamamoto das Projekt „Shushukan Budo“ ins Leben gerufen.

Dabei geht es zum einen um das eigene Bemühen, der Wunsch und die „Lust“ in der eigenen Entwicklung zu finden und zum anderen um die Tatsache, daß Bewegung (Budo, Kampfkunst usw.) immer auf einer Beziehung mindestens zweier Menschen zueinander oder zur Umwelt  aufbaut. Dieses Erleben der Kampfkünste steht allen Menschen zur Verbesserung ihrer Bewegungen offen. Bewegungserfahrung und Partnerarbeit bilden deshalb den Kern der Shushukan Budo Seminare. Daher werden keine Kata-Abläufe oder „Kampf-Techniken“ unterrichtet.


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